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Ursachen von schlechtem Atem und was die Symptome bedeuten

Von Dr. Harold Katz

Schlechter Atem wird von anaeroben Schwefel produzierenden Bakterien verursacht, die normalerweise innerhalb der Zungenoberfläche und im Rachen leben. Diese Bakterien sind nützlich und helfen bei der Verdauung von Eiweiß (Proteine) aus Nahrung, Speichel oder Schleim, Blut und krankem oder abgestoßenem Gewebe. Unter bestimmten Bedingungen beginnen die Bakterien besonders stark Eiweiß (Proteine) abzubauen. Proteine bestehen aus Aminosäuren. Zwei dieser Aminosäuren (Cystein und Methionin) enthalten sehr viel Schwefelmoleküle.
Ursachen für Mundgeruch
Ursachen für Mundgeruch
Hier liegt dann auch die Ursache von Mundgeruch: Sobald nun die nützlichen Bakterien mit diesen Bestandteilen in Verbindung kommen, werden die unangenehm und übel riechenden Schwefel-Anteile vom hinteren Teil der Zunge und aus dem Rachen freigesetzt und zwar als Hydrogensulfide, Mercaptane und andere schlecht riechende Stoffe. Man bezeichnet diese Substanzen auch als Volatile Sulfur Compounds = VSC (leicht flüchtige Schwefelverbindungen)
Als Bakteriologe muß ich dazu Wichtiges erklären: Diese Bakterien sind keinesfalls schädlich und infektiös. Die Mundflora eines jeden Menschen enthält die gleiche Gruppe an Bakterien im Mund. Eins ist sicher: Schlechter Atem ist nicht ansteckend, nicht einmal beim Küssen! Die Bakterien sind also ein Teil der normalen Mundflora , d.h. man darf sie nicht einfach völlig aus dem Mundbereich entfernen - nicht durch ständiges Zungenreinigen, nicht mit Antibiotika, nicht mit Mundwässern, die behaupten, Bakterien von der Zunge fernzuhalten. Der einzige nachweislich wirksame Weg, Mundgeruch zu bekämpfen und die wahre Ursache anzugreifen, ist folgender: Der Angriff auf die Fähigkeit der Bakterien, schwefelhaltige Stoffwechselprodukte zu bilden und die bereits gebildeten schwefelhaltigen Verbindungen in neutral riechende und neutral schmeckende organische Salze umzuwandeln. Ich weiß, wovon ich schreibe: Immerhin habe ich persönlich etwa 10.000 Menschen in meinen California Breath Clinics behandelt und habe dazu Tausenden Betroffenen mit meinen TetroBreath®-Produkten geholfen.
Abbildung von der Zunge
Abbildung von der Zunge
Wenn man über Bakterien redet, dann muß man folgendes über diese Bakterien wissen:
Es handelt sich um anaerobe Bakterien (wie z.B. Fusobakterien, Actinomyceten etc). Sie mögen keinen Sauerstoff. Sie fühlen sich also dort am wohlsten, wo es keinen oder nur wenig Sauerstoff gibt. Deshalb LEBEN SIE NICHT AUF DER ZUNGENOBERFLÄCHE: Sie leben zwischen den feinen Fasern der Zunge , den sog. Zungenpapillen!
Nebenprodukte dieser anaeroben Bakterien sind schwefelhaltige Stoffwechselprodukte. Wie bereits erwähnt, braucht jeder Mensch diese Bakterien zur Verdauung. Unglücklicherweise und aus bisher unbekannten Gründen wird bei manchen Menschen eine höhere Anzahl dieser Bakterien gefunden und deshalb leiden diese unter Mundgeruch. (Es gibt unterschiedliche Theorien, die das auf hormonelle Schwankungen, auf Arzneimittel (meist Antibiotika oder Sulfonamide, die eine Störung der Mundflora bewirken können) oder sogar auf erbliche Ursachen zurückführen. Was wir aber heute wissen ist, dass Mundgeruch gleichmäßig bei Männern und Frauen auftritt.

Unter folgenden Umständen verschlimmert sich das Problem besonders:

Trockener Mund

Hin und wieder hat jeder schon einmal einen trockenen Mund. Oft aber kann die Ursache folgendes sein: Rezeptpflichtige Medikamente (meist verordnet gegen zu hohen Blutdruck oder bei Depressionen), oder Antihistaminika (z.B. in Nasentropfen) oder Spirituosen sowie alkoholhaltige Mundwässer. Bei trockenem Mund wird weniger Speichel gebildet. Speichel aber enthält natürlicherweise Sauerstoff und sorgt für einen gesunden und frischen Mund. Die anaeroben Bakterien produzieren mehr Schwefelstoffe bei wenig oder gar Abwesenheit von Sauerstoff. Wenn weniger Speichel gebildet wird, gibt es weniger Sauerstoff und es herrscht eine „anaerobe Bedingung“ - ideal für die Bakterien, mehr übel riechende und sauer/bitter schmeckende Stoffe zu bilden. Hier hilft in erster Linie viel trinken, Pastillen lutschen oder Kaugummi kauen, um die Speichel-Bildung anzuregen.

Eine weitere Ursache von Mundgeruch: Post-nasales Tropfen

Wir wissen, dass Proteine Aminosäuren als Bausteine haben (siehe Text oben). Bei manchen Menschen mit Problemen in der Nase (z.B. Allergien) läuft Schleim am Rachen entlang und bedeckt die hintere Zunge und den Rachen - genau da, wo die Bakterien leben (siehe Grafik oben). Da Schleim aus Protein-Strängen besteht, ist das für die Bakterien eine gute Vorraussetzung, diese Proteine in schlecht riechende und sauer schmeckende, schwefelhaltige Stoffe abzubauen. Stark wirkende Nasentropfen (Antihistaminika) helfen hier nicht, weil der austrocknende Effekt dieser Stoffe ein weiteres Problem schafft. Hier sorgt TetroBreath® mit OXYD-8 dafür, dass das Geruchs- und Geschmacksproblem bekämpft werden kann.

Eiweißhaltige (proteinhaltige) Nahrung

Anaerobe Bakterien lieben Proteine, und bestimmte Nahrungsmittel haben reichlich davon: Milch, Käse und die meisten anderen Milchprodukte (der Gehalt an Fett spielt übrigens keine Rolle).

Wenn Sie eine Lactose-Unverträgtlichkeit haben, essen und trinken Sie diese Nahrungsmittel nicht! Ihr Körper kann nämlich diese Nahrungsmittel nicht vollständig verdauen, so daß den Bakterien eine lange Zeit zur Verfügung stehen.
Fisch hat viel Protein. Wer gerne viel Fisch ißt, kann damit logischerweise auch das Mundgeruch-Problem verschlechtern.

Kaffee (mit oder ohne Koffein) enthält viel Säure, und im sauren Milieu können sich die Bakterien schneller vermehren. (Im Prinzip gilt das für jeden Typ Säure in der Nahrung.)

Das Trinken von Kaffee war meist ein Problem für meine Patienten wegen des anschließenden Geschmacks. Aber mit Beginn meiner Behandlung konnten sie wieder mit Genuß Kaffe trinken (in Maßen) ohne irgend einen bitteren Nachgeschmack.

Was wirkt in TetroBreath®?

Oxyd-8 ist der aktive Wirkstoff in den TetroBreath®-Produkten. Er verhindert durch Zufuhr von Sauerstoff, dass anaerobe Bakterien übelriechende Sulfide und Mercaptane bilden. Das End-Produkt ist die Bildung von Sulfat, das weder Geruch noch Geschmack hat.

Unsere Empfehlung:

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Wie kann ich den eigenen Atem testen?

Das ist eine gute Frage. Man kann nämlich den eigenen Atem nicht riechen, indem man einfach die Hände über Mund und Nase legt und ausatmet (man riecht so nur die eigenen Hände). Der Geruchssinn ist so eingerichtet, dass man den eigenen Körpergeruch nicht riechen kann (man nennt dies Akklimatisation). Dies ist notwendig, um vor allem andere Dinge riechen zu können als den eigenen Körper.

So aber können Sie den eigenen Atem zu Hause testen:

Wischen Sie die Oberfläche der Zunge mit einem Baumwolltuch ab und riechen Sie daran (das ist wahrscheinlich der beste Weg). Wenn Sie außerdem noch eine gelbliche Verfärbung erkennen, kann es durchaus sein, dass Sie eine erhöhte Schwefelproduktion im Mund haben.
Oder lecken Sie an der Rückseite Ihrer Hand. Warten Sie 10 Sekunden und riechen Sie dann. Wenn Sie einen Geruch feststellen, dann haben Sie ein Atemproblem, denn dann wurden die Schwefelsalze von der Zunge auf die Hand übertragen.
Bringen Sie ein Stück Zahnseide zwischen die hinteren Zähnen und riechen Sie dann an der Zahnseide. Dies kann eine Andeutung von dem Geruch sein, den andere wahrnehmen.
Stellen Sie sich vor den Spiegel und strecken Sie die Zunge so weit wie möglich heraus. Wenn die Rückseite Ihrer Zunge einen weißlichen Schimmer hat, kann das auf schlechten Atem hindeuten. Sie können auch die Reaktion von anderen beobachten. Betroffene erzählen uns, dass man ihnen seit der Benutzung von TetroBreath® keinen Kaugummi oder keine Pfefferminzbonbons mehr anbietet und dass Mitmenschen nicht mehr einen Schritt zurückgehen.
Fragen Sie jemanden nach seiner Meinung, dem Sie vertrauen. Fragen Sie mehrmals täglich, denn der Atem ändert sich im Laufe des Tages.
Wenn bestimmte Nahrungsmittel Ihren Geschmack verändern, dann ist auch das ein Hinweis auf das Entstehen von Schwefelverbindungen. Dies geschieht meistens nach Benutzen alkoholhaltiger Mundwässer oder nach Essen und Trinken von Milchprodukten, süßen Getränken, Alkohol oder Süßigkeiten.
Es gibt übrigens sehr viel genauere Meß-Methoden. Die exakteste ist die Atem-Messung mit dem Halimeter. Dieses Instrument misst die Konzentration von Schwefelmolekülen in Atem und/oder Speichel.
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Der Grenzwert zwischen frischem und schlechtem Atem liegt, laut Literatur von Dr. Yaegaki bei ca. 75 ppb (parts per billion). In den Bad Breath Clinics, in Kalifornien wurden diese Werte bei Tausenden Patienten überprüft. Es wurde von Dr. Katz der Gebrauch dieses empfindlichen Instruments inzwischen im Fernsehen in USA, Europa sowie Asien demonstriert.



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