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Medikamente und Mundgeruch

von Dr. Harold Katz

Bestimmte Medikamente können ein Mundgeruch-Problem noch verschlimmern.

Typisch dafür:
Arzneimittel gegen Depressionen,
Medikamente gegen Bluthochdruck,
Mittel gegen Allergien oder zum Abschwellen,
Medikamente, die weibliche Hormone enthalten (auch die Antibabypille).
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Alle führen als Nebeneffekt zu einem trockenen Mund.

Einige Medikamente zur Behandlung von Verdauungsproblemen behaupten, sie könnten schlechten Atem heilen. Das zu versuchen ist meistens Zeitverschwendung, denn ein schlechter Atem stammt in den allerwenigsten Fällen vom Magen.

Wir haben den Zusammenhang zwischen einer Langzeit-Anwendung von Antibiotika und der Entwicklung von schlechtem Atem beobachtet. Die erste Patientengruppe, die uns dies meldete, nahm ein Antibiotikum ein zur Aknebehandlung. Diese Gruppe nahm dieses Antibiotikum über Monate hinweg ein und musste feststellen, daß sich sowohl Atem als auch Geschmack sehr unangenehm verändert hatten. Das hängt damit zusammen, daß ein Antibiotika Bakterien abtöten, auch die für den Menschen notwendigen. Leider kommen die unerwünschten Bakterien als resistente Stämme zurück, womit das Problem noch vergrößert wird. Der Einsatz eines Antibiotikums zur Therapie gegen schlechten Atem wird also nicht helfen. Zum einen sind die betroffenen Bakterien erwünscht und notwendig, zum anderen kommen sie - selbst wenn die Symptome für einige Zeit verschwinden - nach einer Weile zurück.

Sulfonamide oder Arzneimittel gegen eine Allergie können ebenfalls schlechtem Atem hervorrufen, weil bei deren Abbau übelriechende Sulfide entstehenden können.



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